Kindersicherheits-Checkliste

Eine praktische Übersicht für Geräte, Apps, Alltagsroutinen und Gespräche. Geht sie in eurem Tempo durch. Nicht jeder Punkt passt zu jedem Alter oder jeder Familiensituation.

Lesezeit: 6 Minuten · Aktualisiert Juni 2026

Geräte und Konten

  • Wisst, welche Geräte euer Kind nutztSmartphone, Tablet, Konsole, Laptop, Smartwatch. Wenn es unübersichtlich wird, schreibt die Geräte kurz auf.
  • Klären, wer jedes Konto verwaltetLäuft das Gerät über ein Elternkonto, ein Kinderkonto oder ein eigenes Konto? Für Kinder unter 12 ist ein verknüpftes Eltern- oder Kinderkonto meist der bessere Start.
  • Bildschirmzeit-Einstellungen wirklich aktivierenApple Bildschirmzeit, Google Family Link oder Router-Regeln. Wichtig sind tägliche Grenzen und feste Auszeiten, besonders abends.
  • Geräte nachts aus dem SchlafzimmerHandys und Tablets außerhalb des Schlafzimmers laden. Das reduziert Schlafprobleme und späte Kontakte. Je früher das normal wird, desto leichter bleibt es.

Apps und Plattformen

  • Gemeinsam ansehen, was installiert istNicht als Kontrolle, sondern als Gespräch: „Zeig mir mal, was du gerade nutzt.“ Das funktioniert besser als heimlich durchs Handy zu gehen.
  • Privatsphäre in jeder sozialen App prüfenFür Kinder und jüngere Teenager sollten Profile privat sein. Direktnachrichten nur von Freunden, Standortfreigabe aus.
  • Wissen, welche Messenger genutzt werdenWhatsApp, Snapchat, Instagram-DMs, Discord. Ihr müsst nicht jede Nachricht lesen, aber grob wissen, welche Gruppen und Kontakte wichtig sind.
  • App-Downloads brauchen eure ZustimmungBei Apple und Android könnt ihr neue Installationen freigeben lassen. Besonders unter 13 ist das eine einfache, sinnvolle Grenze.
  • Gaming-Chat ist oft standardmäßig aktivRoblox, Fortnite, Minecraft und viele Online-Spiele haben Chat-Funktionen. Prüft pro Spiel, ob Chat aus, eingeschränkt oder nur für Freunde erlaubt ist.

Alltagsroutinen

  • Euer Kind kennt mindestens zwei vertraute ErwachseneWenn etwas schiefgeht, online oder offline, braucht euer Kind mehr als eine Anlaufstelle: Großeltern, Lehrkraft, Tante, Onkel oder Familienfreund.
  • Es weiß, was bei beängstigenden Nachrichten passiertNicht nur „Sag mir Bescheid“, sondern konkret: Screenshot machen, blockieren, einem vertrauten Erwachsenen zeigen. Diese Schritte vorher einmal besprechen.
  • Schulweg und Nachmittagsplan sind klarWer holt ab, was passiert bei Planänderungen, wen ruft euer Kind an, wenn etwas nicht klappt? Ab etwa 9 Jahren wird das besonders wichtig.
  • Übernachtungen: Ihr kennt die Erwachsenen vor OrtMindestens einmal mit einem Elternteil im Gastgeberhaushalt sprechen, bevor euer Kind dort übernachtet.

Gespräche, die sich lohnen

  • „Was würdest du tun, wenn jemand dich bittet, mir etwas zu verheimlichen?“Geheimhaltungsdruck ist online und offline ein Warnsignal. Besser, euer Kind hat darüber nachgedacht, bevor es passiert.
  • „Was würdest du tun, wenn jemand online in eine andere App wechseln will?“So wandern viele Kontakte aus moderierten Bereichen in private Chats. Die einfache Regel: erst zu euch kommen.
  • Der Unterschied zwischen echten Freunden und Online-Kontakten ist klarNicht, um Online-Freundschaften schlechtzumachen. Aber euer Kind sollte wissen, dass Identität online nicht immer überprüfbar ist.
  • Ihr habt über verstörende Inhalte gesprochenExplizite Inhalte, Gewalt, beängstigende Videos. Die Regel: schließen, nicht weiterleiten, mit jemandem sprechen.

Alle paar Monate prüfen

  • Welche Apps sind noch auf dem Gerät?Kinder laden Apps herunter und löschen sie wieder. Ein gemeinsamer kurzer Blick alle paar Monate bringt oft mehr als jede Überwachungssoftware.
  • Privatsphäre nach Plattform-Updates erneut prüfenTikTok, Instagram und andere ändern Einstellungen regelmäßig. Was vor sechs Monaten sicher eingestellt war, kann heute anders aussehen.
  • Fragen, wie es online geht, nicht nur was genutzt wird„Wie ist es gerade online für dich?“ öffnet mehr Türen als „Welche App war das?“ Besonders wenn etwas unangenehm war.
Diese Checkliste ist ein Anfang, kein Abschluss. Ein 7-jähriges Kind braucht geschützte Geräte und Begleitung. Ein 14-jähriges Kind braucht mehr Gespräch und Vertrauen. Beides zählt.

Ihr möchtet wissen, was für das Alter, die Geräte und Routinen eures Kindes gerade am wichtigsten ist? Der kostenlose mafinka Check dauert etwa zwei Minuten.

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